„This is Elvis in Memphis, Tennessee, on June 10th, 1975. He is performing to a capacity crowd of over 12,000. This is one of the most famous photos of Elvis ever.“ sagt Ed Bonja und weiter: „It is one of the rare originals which are still in my possession. You must be very careful to, it is a piece of evidence.“

Zwischen 1970 und 1977 hat Ed Michael Bonja, damals Tourmanager und offizieller Fotograf Elvis Presleys, mehrere tausend Aufnahmen des King geschossen. Jeder kennt die Fotos, sie zieren Plattencover und Poster, wurden millionenfach gedruckt, viel Geld damit verdient – von anderen. Schluss damit: Ed Bonja klagt gegen Getty Images

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Ed Michael Bonja. Indian Feather Jumpsuit, Elvis Presley in Memphis, Tennessee, 1975.
HighEnd-Rohscan mit LinotypeHell Cromagraph S3400. (220 MegaPixel, 16 Bit/Kanal)

Getty Images bot das Foto jahrelang unter dem Titel „Elvis strikes a pose“ an. „Es besteht wohl kein Zweifel, dass Mister Bonja der Urheber ist“, so der Anwalt von Getty Images, aber: Tantiemen wurden an den heute in bescheidenen Verhältnissen lebenden Fotografen nie bezahlt. Am Mittwoch, dem 10. April 2013 fand nun der Prozess gegen Getty Images vor dem Hamburger Landgericht statt. Dies wies die Behauptung von Getty Images, man habe das Foto seinerzeit vom Fernsehsender CBS rechtmäßig zur Benutzung erworben, als irrelevant zurück; zudem konnte Ed Bonja beweisen, dass auch CBS das Foto seit 1977 immer wieder ohne Genehmigung – und ohne Nennung des Autors – verwendet hatte. Getty Images hat nun 60 Tage Zeit, dem Anwalt des Fotografen, Ben Irle, eine komplette Liste aller Verwendungen des Fotos vorzulegen, anhand derer Ed Bonja berechtigt ist, eine entsprechende Rechnung an die Agentur zu stellen.